Bergwahn

die Bergsüchtigen im Schwarzwald

Eingetrübt

Was für ein Kontrast zu gestern. Nach der kitschigen Postkartenidylle mit Sonnenschein und Pulverschnee, drückte uns heute der Westwind die eisige Feuchtigkeit des Nebels ins Gesicht, dass der Gesichtsgletscher wuchs wie zur Würm-Eiszeit. Der Wind verblies auch den ganzen schönen Neuschnee Richtung Osten, legte viele eingeschneite Objekte wieder frei und bildete kompakte Triebschneefelder. Der feuchte Nebel und kurzzeitig auch leichter Nieselregen sorgten für eine Harschschicht. Zastrugis, Triebschnee und ein Harschdeckel. Abfahrtsspass sieht normalerweise anders aus. Deshalb waren die Skitourenhorden von gestern heute wahrscheinlich nicht auf dem Berg. Aber die Schönwettertourer haben sich getäuscht. Wir fanden auch in diesen widrigen Bedingungen ein paar Ecken zum Spaß haben. Auch wenn es hauptsächlich auf der letzten Abfahrt war.
Heute hörten wir auf dem Mittelbuck plötzlich Sirenengeheul und sahen ein Bergwachtfahrzeug. Leider kam es um 11:12 Uhr zu einem Lawinenabgang im Zastler bei dem eine Person vollverschüttet wurde. Die Person konnte sich selbständig befreien, hoffen wir, dass es ihr gut geht. Herzlichen Dank auch für den Einsatz der Bergwacht, die auch noch nach weiteren Verschütteten suchte.

Aufstieg – bis auf die zwei vor uns war da niemand
Sicherheitsabstand unter der Wächte
Rakke Rak
Und wir hatten doch noch Powder

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