Und schon wieder hat es geschneit. Und schon wieder fiel es mir schwer, im Tal zu bleiben.
Heute war ich zwar noch später am Berg, aber trotzdem der Erste. Bei Sturm und Schneefall. Und wie sich das für die Ersten gehört, musste ich auch wieder spuren. Die Spuren von gestern konnte man überwiegend nur noch erahnen um ihnen zu folgen. Von ihnen abzukommen wurde mir aber sofort schweißtreibend bewusst. Denn obwohl sie eingeschneit waren, gaben sie doch Halt – und das Laufen war deutlich kraftsparender.
Weiter oben war dann aber nichts mehr von ihnen zu sehen. Der Schnee war einfach zu hoch. In den vergangenen Stunden hatte der stürmische Wind den Schnee vom Kamm zwischen Baldenweger und Mittelbuck nach Lee verfrachtet – genau in den Aufstieg. Und mir, als ich oben stand, ich muss es leider so roh sagen, mitten in die Fresse.
Wie gut, wenn man da einen Abfellbaum hat. Oder wie in meinem Fall heute: ein richtiges Abfellapartement. Die ganzen Tanten, Onkel und Cousinen vom Lieblingsabfellbaum bildeten so etwas wie eine Höhle und hielten den Wind ab. Ich konnte ganz kuschlig die Brille wechseln, mein Wärmeteil anziehen und die Kapuze richten.
Ich lief dann auch noch bis zum Gipfel. Aufgrund des vielen Triebschnees, der schlechten Sicht und nicht zuletzt, weil ich alleine unterwegs war, entschied ich mich aber, wieder über den Baldenweger abzufahren.
Dabei irritierten mich ein paar Skispuren vor mir. Da hatte wohl jemand den direkten Weg gewählt. Am Parkplatz traf ich dann Flo – ihm gehörten die Spuren. Wir hatten beide unser Abenteurerlächeln aufgesetzt. Das hatten wir uns bei diesem Sturm und Schneefall schließlich verdient. Es wich dann aber schnell der puren Freude über diese geilen Bedingungen. Und die werden in den kommenden Tagen sicherlich noch anhalten oder sich verbessern.
Ich will jetzt gar nicht darüber lamentieren, warum die höchsten Lifte im Schwarzwald nicht laufen. Aber darüber, dass mir die Zeit nicht mehr reicht, vor Ostern noch einmal einen heimischen Berg hinaufzulaufen. An Ostern fühle ich mich zu Höherem berufen – nicht religiös, sondern bergtechnisch. Und dafür muss natürlich noch einiges organisiert werden.
Ob die Bedingungen es danach noch einmal zulassen, ist fraglich. Aber so, wie sich der Winter die letzten Tage präsentiert hat, darf man auch nichts ausschließen.










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