Bergwahn

die Bergsüchtigen im Schwarzwald

Trilogie Richtung Frühling

Über die letzten 3 Tage auf dem Berg konnte ich leider nicht zeitnah berichten, zuviel andere Dinge und Termine standen an. Hier also eine kurze Zusammenfassung vom letzten Donnerstag und dem Wochenende.

Donnerstag 14.3.2019: Besondere Schneefälle erfordern besondere Massnahmen. Nachdem abzusehen war, dass es am Freitag regnen und der ganze Neuschnee dahinschmelzen wird, musste ich handeln und machte am Donnerstagmorgen spontan frei. Frei nach dem Motto, besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Unser Spatz war dann besser genährt als erwartet. Und der Spatz blieb auch am Futtertrog, es schneite beinahe ohne Unterlass und wir kamen zu einigen First Tracks. Es wäre auch noch mehr Powdererlebnis möglich gewesen, leider rief die Arbeit. Aber wie schon gesagt, besser der Spatz in der Hand…

Samstag 16.3.2019: Und schon wieder kam die Putzkolonne durch und hat mal feucht aufgewischt. Und leider nicht ganz trocken gefeudelt. Deshalb sind wir heute morgen erstmal durch die Waschküche gefahren. Der Schnee war weich, aber auch griffig. Aber leider war es auch stürmisch, neblig und es hat ganz leicht genieselt. Und auch wenn nichts los war, wir waren schon kurz davor, den ganzen Krempel einzupacken und wieder nach Hause zu fahren. Doch ein Weisswurstfrühstück in der Lodge gab unser wieder Energie und dem Wetter die Zeit ein bisschen abzutrocknen. Wir sattelten um bzw. fellten auf und machten einen Ausflug aufs Herzogenhorn. Dabei übten wir das Auf- und Abfellen, Spitzkehrengehen, begutachteten die alten Lawinenabgänge im Wechtenkessel und verdienten uns unser Apres-Getränk. Nach beinahe 11 Stunden auf dem Berg hatten auch wir dann mal genug.

Sonntag 17.3.2019: Morgensonne, harte Pisten und nichts los. Und irgendwie fast nur bekannte Gesichter unterwegs. Das war mal wieder so ein richtig chilliger Sonntag. Wir konnten nur vermuten, dass die Wettervorhersage vor allem diejenigen mit einer weiten Anfahrt abgeschreckt hat. Auf der anderen Seite merkt man aber auch, die Saison klingt so langsam aus. Da half es auch nichts, dass am Seebuck die große Buddelei stattfand. Selbst der Ausfall des 6ers am Seebuck aufgrund des starken Winds machte sich nicht an den Liftschlangen bemerkbar.

Jetzt da ich diese Zeilen schreibe, hat es auf dem Berg schon wieder geschneit und es soll die nächsten zwei Tage auch kalt bleiben. Am Mittwoch ist der astronomische Frühlingsanfang und nach der jetzigen Wettervorhersage können wir für kommendes Wochenende schon mal die Hawaiihemden aus dem Kleiderschrank hervor holen, da sieht es auch vom Wetter her nach Frühling aus.

Ahornbühl
Energieschub für den Wetterwechsel
Die Spuren des abfliessenden Regenwassers
Aufstieg zum Herzogenhorn
Blick übers Spiesshorn
Blick zum Feldberg und Seebuck
Vom Regen gezeichnet
Kurz vor der Abfahrt
und los geht’s
Guten Morgen Feldberg
Klein-Klein
Buddelei
Die aufziehende Front

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