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die Bergsüchtigen im Schwarzwald

Feldberg Masters / Saisonabschluss 6./7. April 2013

Feldberg Masters 6. April

feldberg_20130406_001Zum Ende der Saison findet am Feldberg bei entsprechender Schneelage ein Rennen statt, bei dem sämtliche Liftanlagen abgefahren werden müssen, das Feldberg Masters. Heute war es wieder soweit. Aufgrund der guten Schneelage mussten bis auf den Tellerlift am Grafenmatt alle Liftanlagen befahren werden, 13 an der Zahl. Vor dem Masters sind merkwürdige Ausprägungen menschlichen Verhaltens zu beobachten. Es wird immer wieder über Liftreihenfolgen und schnelle Strecken getuschelt. Alteingesessene Locals und Skilehrer, die jeden Zentimeter Piste kennen, brüten über Pistenplänen und machen kryptische Zeichnungen, Wunderwachse werden aus den Taschen gezaubert und eilig auf den Belag aufgebracht. Und natürlich werden lang vernachlässigte Pisten befahren und auf ihr Geschwindigkeits- und Abkürzungs-potential getestet. Ich fühlte mich ein bisschen angeschlagen und sparte meine Kräfte für das Rennen auf. Eine Fahrt auf der ziemlich harten Piste gab mir die Sicherheit, mich doch auf das Rennen einzulassen. Bei der Startnummernausgabe wuchs dann langsam aber auch meine Nervosität. Die Schirmbar am Seebuck war die Ausgabestation für die Startnummern und von den Teilnehmern belagert. Es meldeten sich schliesslich über 200 Teilnehmer an und ich bekam die Nummer 13. Auf die Frage, ob mir diese Startnummer nicht Sorgen bereitet, erzählte ich allerlei Unsinn von wegen 2013, 13 Liften usw. , dachte mir aber weiter nichts dabei. Um 14 Uhr ging der Puls auf die 200 und das Rennen begann mit dem Massenstart. Das witzige am Masters ist der Wechsel von Anspannung auf der Piste und der Entspannung im Lift. So kommt es immer wieder vor, dass man mit anderen Teilnehmern gemeinsam liftet, ein lockeres Pläuschchen hält und kurze Zeit später wieder wie ein Verrückter versucht am anderen vorbei zu kommen. Dieses Jahr war es besonders schwierig den Überblick zu behalten, an welcher Position man sich befindet, da sich durch die Einbeziehung aller Lifte verschiedene Routen ergaben. Irritiert hat mich vor allem die Aussage der Zeigerjungs es wären schon einige Boarder vor mir durchgekommen und so wusste ich nicht wirklich, auf welchem Platz ich mich befand. Schlussendlich erfuhr ich dies beim Zieleinlauf, als Moderator Jens mich als ersten Snowboarder begrüsste. Andrea belegte bei den Snowboardfrauen den guten 3 Platz, meine Skitrainingspartner Moritz und Joe den 1. und 3. Platz. Danach wurde gefeiert, da vergass sogar ich meine Alkoholabstinenz.

Hier noch der Bericht der Badischen Zeitung

 

 

Saisonabschluss 7. April

Der heutige Tag hätte besser in den Januar gepasst, als ans Ende der Saison. Normalerweise sind am Ende der Saison nicht mehr alle Lifte geöffnet, die Pisten aper und grossteils auch gesperrt und nicht mehr fahrbar. Nicht so dieses Jahr. Kühle -2°C und Nebel liessen das richtige Saisonendfeeling nicht wirklich aufkommen. Nachdem gestrigen Tag war mir heute nicht mehr so nach Highspeed-Powerdrifts zumute, sondern eher nach einer slushy Freestyle-Session. Aber das Leben ist manchmal kein Wunschkonzert, also nutzte ich den Tag um mich von vielen in den Sommer zu verabschieden. Auf dem Weg durchs Gebiet stellte sich immer wieder oben erwähntes Januarfeeling ein. Aber auch ein ordentliches Maß an Wehmut, dass die Saison endet obwohl die Bedingungen sicher noch zwei weitere Wochen zugelassen hätten. Aber der Revisionstermin für den 6er Sessel steht schon fest. Wobei es ja noch weitere Anlagen gegeben hätte, die nicht von einer Revision betroffen wären.

Letztendlich beendete ich die offizielle Feldbergsaison nach 50 Schneetagen und 164000 Höhenmetern beim Abschlussgrillen im Südhang. Auf diesem Weg nochmals vielen Dank an das Team vom Südhang und Onsnow. Beim Small Talk ging es immer wieder um Wege und Möglichkeiten die Saison fortzusetzen. Vom Tourengehen über Busnutzung oder Skidoo-Unterstützung gab es einige Ideen. Der ein oder andere wird den vorhanden Schnee sicher noch in ein bisschen Spass umwandeln können.

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