Bergwahn

die Bergsüchtigen im Schwarzwald

Kaunertal Ostern 2011

Blick über das Kaunertal und den SeeOstern. Und immer wieder das Kaunertal. Nur dieses Jahr war Ostern richtig spät. Es war der zweitspätestmögliche Termin überhaupt. Von daher war die Sorge gross, dass wir auf schlechte Bedingungen treffen würden. Vor allem nach dem mageren Winter den wir im Schwarzwald erlebten.  Ich stellte mich auf sulzige Freestylesessions ein. Wie erwartet hatten wir dann auch superschönes Wetter. Softshellwetter. Sonnenbrandwetter. Grillwetter. Chillwetter. Und selbst an den schlecht vorhergesagten Tagen, dem Ostersonntag und Ostermontag schien die Sonne ins Tal.  Die Schneebedingungen waren wie erwartet nicht so gut wie die Jahre zuvor. Aber die Abfahrt zur Ochsenalm war ohne Probleme möglich. Nur der Offpiste-Spass war etwas eingschränkt. Und trotzdem fanden wir in großer Höhe noch ein paar pulvrige Stellen, auch wenn wir den Powdergöttern dafür ein paar Schweißperlen opfern mussten. Vielleicht waren uns die Powder- und Wettergötter auch deshalb so gütig, weil wir ihnen ausreichend Opfergaben in jeglicher Form darboten. Ich glaube vor allem die Opfer in Marillenform brachten den Ausschlag.

Tag 1 : Die meisten wollten schon am Donnerstag ins Tal fahren. Den meisten gelang dies auch ohne Probleme. Ein Auto blieb leider schon am Bodensee hängen und kam erst gegen Nachmittag an. Sie versäumten einen schönen sonnigen Pistentag. Abends füllte sich das Lager und wir freuten uns schon auf einen weiteren Sonnentag.

Tag 2: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Aber der war ganz oben. Also packten wir unsere Boards auf den Rücken und klettertenn über den Nördergrat nach oben zum Hohen Zahn. Das Gletschermeer nahm uns fast noch mehr den Atem als der Aufstieg. Und das obwohl ich schon öfters oben war. Die Abfahrt brachte uns den Atem zurück und trieb den Puls wieder noch oben. Die Bedingungen wechselten von Powder,  verpacktem Pulver, über Sulz und aperem Nasschnee bis hin zu  frühlingshaften Bergwiesen und  sschneelosen Wanderwegen . Die Bushaltestelle erreichten wir mit einer Punktlandung und kamen pünktlich zur ersten Grillsession.  Nach einer Session durch den Park und über alle möglichen Kanten und Kicker ging es zum Abschluss nochmal durch den Firn Richtung Parkplatz. Leider stand uns der Bach im Weg. Oder war der Bach der Weg? In jedem Fall stand schliesslich jemand mit nassen Füssen im Bach. Namen werden aber keine genannt…

Tag 3:  Die nächste Tour stand auf dem Programm. Nach der schlechten Wettervorhersage stand eine (vermeintlich)entspannte Weisseejöchl-Tour an. Aber der erste Hang nach Italien erwies sich als bockelharte Bestie, die einen in die Knie  und andere zur Aufgabe zwang. Beim Aufstieg wurde uns wieder warm und die Sonne erwärmte den Hang und lies uns durch den Firn ins Tal gleiten.  Im Nachinein war es dann doch die erwartet entspannte Tour. Nach der Grillerei zogen die ersten Wolken auf und es wurde etwas kühler. Vor allem aber wurden die Nächte markant feuchter und somit kürzer. Dies hing mit der Aufgabe unseres Wetterretters zusammen, den es galt ja das prognostizierte schlechte Wetter abzuwenden.

Tag 4:  Was dann auch gelang. Anstatt dem starken Niederschlag hatten wir überwiegend Sonne. Und ein Tag mit dem Salomon Special, im Park und an anderen Obstacles. Ein paar Flocken trieben uns aber vom Grill und Chill Platz ins Gepatsch zurück. Und zu einer weiteren kurzen Nacht.

Tag 5:  Und das frühlingshafte Wetter kam wieder zurück. Strahlend blauer Himmel und ein weisser Hauch luden noch einmal zu ein paar Abschlussrunden ein. Das perfekte Ende einer durchwachsenen Saison. Zum Abschluss gab es noch einen leckeren Kaiserschmarrn auf der Terasse des Gepatschhauses. Mit der herrlichen Aussicht auf die Müchner und den Gepatschferner.

Einiges war dieses Jahr wie erwartet anders als die Jahre zuvor. Einiges ähnlich, aber eines war auch dieses Jahr wie in jedem Jahr: Es war wieder ein sensationeller Saisonabschluss.

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1 Kommentar

  1. Dani 3. Mai 2011

    Stimmt, ein sensationeller Saisonabschluss.
    An dieser Stelle noch ein dickes „Danke“ an Thilo für die Organisation, den Kaffee und den Grill!
    Dani & Nina

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